Fremd in der eigenen Stadt

Von : Dieter Füting 

Fremd in der eigenen Stadt geworden

In meiner Familie können die Wurzeln in Niederlehme über 300 Jahre 
nachgewiesen werden. Ich bin also schon durch Geburt seit 1941 
autorisiert, mich zu den Vorgängen hier und jetzt zu äußern. Und es ist 
dringend angeraten, dass ich mich zu Wort melde. Denn hier und heute 
läuft etwas grundsätzlich schief in unserer Stadt.
Eine Gruppe von Kommunalpolitikern, bestehend aus Parteienvertretern 
von SPD, Linke, CDU, WirfürKW und Grüne 
( eigentlich die klassische politische Mitte. Darunter niemand, gegen den 
ich einen persönlichen Hass hege ), 
haben die Bürger unserer Stadt so grundsätzlich auseinander gebracht, 
wie das zuletzt vor und in der Nazi – Zeit gewesen war.
Unser gewählter Bürgermeister ist der gesuchte Anlass. 
Es ist in der Folge eine tiefe soziale Distanz zwischen den Menschen 
entstanden. Exemplarisch dafür steht die scharfe Debatte um das als 
ungerecht empfundene Abwahlverfahren. 
Doch Swen Ennullat ist schon jetzt Symbolfigur 
• für Redlichkeit, politische Neutralität und gegen Parteienfilz, 
• für ein Aufdecken von Mauscheleien und Hinterzimmer - 
Absprachen und gegen den ideologischen Einfluss von 
Parteienvertretern. 
Das ist Gegensatz genug für den Clan, um Politik als Waffe einzusetzen. 
Die soziale Distanzierung durch Ausgrenzen, Ignorieren, Verhöhnen und 
Stigmatisierung im Alltag durch Zuschreibung von Merkmalen und 
Eigenschaften ist ihnen nicht genug. Die Situation soll grundsätzlich 
geklärt werden. Es soll aber nicht klar werden, dass sie an einer Anleitung 
für eine subversive Stadtpolitik denken. Die Vormachtstellung, die sie 
anstreben, ist eine Art Bitterfelder Weg, „eine sozialistische 
Kulturrevolution, um Mängel und Unzulänglichkeiten aus dem Weg zu 
räumen.“ 
So ein Fauxpas, wie sie ihn mit Ennullat erfahren haben, soll nie wieder 
passieren. Deshalb der große Aufwand zur Abwahl. Deshalb all dieser 
giftige Streit. Und sie nehmen billigend in Kauf, dass mir meine Stadt 
mehr und mehr fremd wird. Das nehme ich nicht hin, das lasse ich nicht 
zu.

Kommentare

  1. Vergorene Ansichten…

    Werter Herr Füting, es ist lobenswert, dass Sie sich einbringen. Wenn auch die Art und Weise eine Anspruchshaltung suggeriert, die etwas vorsintflutlich anmutet. 300 Jahre nachgewiesene Familiengeschichte in Niederlehme, soll m.E. suggestiv die Bedeutsamkeit Ihrer Meinung hervorheben. Völlig irrelevant, soll es doch den Anschein erwecken, hier zählt Meinung nach Zugehörigkeit.

    Die Unverhältnismäßigkeit der zeitgeschichtlichen Zusammenhänge, Zitat: „…wie das zuletzt vor und in der Nazi – Zeit gewesen war“ ist erschreckend. Hier nützt es auch wenig, sich selbst ein unschuldiges Gewissen zu verpassen, in dem Sie zuvor schreiben, Zitat: „…niemand, gegen den ich einen persönlichen Hass hege.“

    Ihnen scheint die Fähigkeit der Bewertung von rechtsstaatlichen Grundsätzen, die Zuordnung von verfassungsgemäßen Zuständigkeitsregularien und vor allen die Objektivität völlig verloren gegangen zu sein.

    Formulierungen wie Zitat: „eine Art Bitterfelder Weg, „eine sozialistische Kulturrevolution, um Mängel und Unzulänglichkeiten aus dem Weg zu räumen.“ muten hier fast schon wie eine „Lobhudelei“.

    Demokratisch katapultieren Sie sich ins völlige Abseits, sehen sich jedoch gleichzeitig als deren Retter - so der Eindruck. Diese erschreckende Realitätsferne, bietet kein Fundament für eine objektive Bewertung, kein Raum für Sachlichkeit. Vielmehr ist es das Fundament für genau jenes, gegen das Sie sich angeblich versuchen aussprechen – Zwietracht. Ist es kalkuliert, ist er marodierend heuchlerisch. Ist es Überzeugung, ist es unreflektierte Dummheit. Was auch immer hier Anlass ist, es ist und bleibt gefährliche Agitation, die sich aus dunkler NS-Geschichte bedient um zu polarisieren.

    Erschreckend bleibt, dass so für den Bürgermeister Ennullat (FWKW) geworben wird, um seine Abwahl zu verhindern. Erschreckend ist, dass hier kein Einspruch, kein Veto der FWKW selbst erfolgt!

    Wer sich informieren möchte, warum der Bürgermeister Ennullat vor der Abwahl steht, kann dies hier tun www.JAzuKW.de

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    1. Nun muss ich mal einschreiten. 1. Reicht es nicht das Sie Herrn Ennullat dermaßen beleidigen in der Öffentlichkeit fangen Sie jetzt auch an Herrn Füting anzugreifen. Nennt man sowas Meinungsfreiheit?
      2. Warum sollte FWKW oder Herr Ennullat Veto oder Einspruch einlegen wo jeder weiss das Sie sich das so hinlegen wie Sie es wollen. Ich empfinde das nicht als erschreckend sondern sehr vernünftig.

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    2. Der Kommtar von Herrn Füting entspricht der Realität in KW. Ein Herr Lummitzsch ist doch von Herrn Ennullat demaskiert worden. Man kann ihn auch als Störer betiteln.

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