Fall Swen Ennullat
Fall Ennullat: Erst gab’s den Urlaubsschein, dann die Suspendierung via Facebook
Was sich vergangenen Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen abspielte, könnte auch der Auftakt zu einem mitreißenden Polit – Thriller sein:
Der Abgeordnete Dirk Marx übergibt dem Bürgermeister von Königs Wusterhausen, Swen Ennullat, den von der Chefin der Stadtverordnetenversammlung, Laura Lazarus (CDU), genehmigten Urlaubsschein. Der Sommerurlaub des Stadtoberhaupts steht kurz bevor.
Minuten später, als es um das Thema „Aussprache und Maßnahmen zum dienstlichen Verhalten des Bürgermeisters“ geht, dass nicht öffentlich behandelt wird, werden Ennullat und Rathausmitarbeiter von Lazarus vor die Tür geschickt.
Nach ihrem “Rausschmiss” bringen CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, DIE LINKE, Wir-für-KW sowie Stefan Lummitzsch und Dirk Marx eine sogenannte Tischvorlage in den Stadtrat ein, die eine Abschiebung Ennullats für 3 Monate vorsieht. Eine Mehrheit stimmt für den dreimonatigen Zwangsurlaub. Zu diesem Zeitpunkt ahnt das Stadtoberhaupt nichts.
Stunden später dürfte Ennullat seinen Augen nicht getraut haben. Auf Facebook erfährt er von seiner Suspendierung.
Ohne dunkle Brille und hochgeschlagenen Trenchcoat Kragen wirft Michael Reimann (Wir – für – KW) in der Abenddämmerung einen nicht adressierten Brief in den Postkasten am Wohnsitz der Ennullats. Darin die Lazerus – Hiobsbotschaft .
Am Freitag erklärt das Rathaus auf seiner Homepage: „Aus den Medien erfuhr die Stadtverwaltung, dass Bürgermeister Swen Ennullat von der Mehrheit der Stadtverordneten beurlaubt oder suspendiert worden sein soll. Zu diesem Vorgang liegen aktuell keine Unterlagen im Rathaus vor. Sobald die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung bzw. das Präsidium die Unterlagen übergeben hat, wird ihre Prüfung erfolgen.“ Mal sehen, was die bringt.
Fest dürfte eins stehen: Der Öffentlichkeit ist im Fall Ennullat eine Menge nicht bekannt. CDU – Frau Lazarus muss ihr endlich Antworten geben.
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